DTF & Textildruck
DTF oder Flexdruck – welches Verfahren passt zu deinem Motiv?
Wann ist DTF die bessere Wahl und wann reicht Flex völlig aus? Wir erklären die Unterschiede aus unserer täglichen Praxis.
Jörg Bartels | Monkey Print · · 7 Min. Lesezeit

Wenn man sich mit Textildruck beschäftigt, stolpert man ziemlich schnell über Begriffe wie DTF, Flexdruck, Flock, DTG oder Siebdruck.
Für Kunden ist das oft erstmal egal. Die wollen eigentlich nur wissen:
Wie bekomme ich mein Motiv sauber auf mein Shirt, meinen Hoodie oder meine Arbeitskleidung?
Und genau da fängt unsere Arbeit an.
Denn nicht jedes Motiv braucht dasselbe Druckverfahren. Manchmal ist DTF die beste Lösung. Manchmal ist Flexdruck sinnvoller. Und manchmal sagen wir auch ganz klar: Für dieses Motiv würden wir etwas anderes empfehlen.
Kurz erklärt: Was ist DTF?
DTF steht für Direct to Film.
Das Motiv wird dabei zunächst auf eine spezielle Folie gedruckt. Danach kommt ein Schmelzkleber auf den Druck, der anschließend fixiert wird.
Der fertige Transfer wird dann mit einer Transferpresse auf das Textil übertragen.
Der große Vorteil:
DTF kann sehr viele Farben, Farbverläufe und feine Details darstellen.
Das macht das Verfahren besonders interessant für Logos, mehrfarbige Motive oder Grafiken, die mit einer einfachen Schneidefolie kaum sinnvoll umzusetzen wären.
Und was ist Flexdruck?
Beim Flexdruck wird das Motiv aus einer farbigen Folie ausgeschnitten.
Alles, was später nicht auf dem Textil landen soll, wird entfernt. Danach wird die Folie mit Hitze und Druck auf das Kleidungsstück übertragen.
Flexdruck ist deshalb besonders gut für:
- Schriftzüge
- Nummern
- Namen
- einfache Logos
- klare Formen
- ein- oder wenige Farben
Ein klassisches Beispiel ist ein Vereinsname auf dem Rücken oder eine Nummer auf einem Trikot.
Wann würden wir DTF nehmen?
DTF ist für uns meistens die bessere Wahl, wenn das Motiv etwas komplexer wird.
Zum Beispiel:
Mehrfarbige Logos
Wenn dein Logo aus mehreren Farben besteht, ist DTF oft deutlich unkomplizierter.
Farbverläufe
Mit Flexfolie ist ein echter Farbverlauf praktisch nicht sinnvoll darstellbar. DTF kann das deutlich besser.
Feine Details
Kleine Elemente, dünne Linien oder komplexere Formen lassen sich mit DTF oft sauberer umsetzen.
Fotos oder fotorealistische Motive
Auch hier ist DTF klar im Vorteil.
Kleine Stückzahlen
DTF lohnt sich auch bei einzelnen Shirts oder kleinen Mengen.
Gerade bei Firmenlogos ist DTF deshalb inzwischen sehr häufig unsere erste Wahl.
Wann kann Flexdruck besser sein?
Flexdruck ist trotz DTF noch lange nicht überflüssig.
Im Gegenteil.
Für einfache Motive kann Flex richtig gut sein.
Zum Beispiel:
Einfarbige Schriftzüge
Wenn einfach nur ein Name oder Text auf ein Shirt soll, ist Flex oft perfekt.
Nummern auf Trikots
Klar, sauber und gut lesbar.
Sehr einfache Logos
Wenn das Logo aus einer klaren Form und einer Farbe besteht, braucht man nicht zwingend DTF.
Spezialfolien
Flex gibt es auch in verschiedenen Effekten, zum Beispiel Metallic, Reflex oder bestimmten Sonderfarben.
Da kann Flex sogar Dinge, die mit normalem DTF nicht genauso aussehen.
Was fühlt sich besser an?
Das hängt stark vom Motiv ab.
Ein kleines DTF-Logo auf der Brust kann sich sehr angenehm anfühlen.
Ein riesiges vollflächiges DTF-Motiv auf dem Rücken ist dagegen natürlich stärker spürbar.
Bei Flex ist es ähnlich.
Je größer und geschlossener eine Fläche wird, desto mehr merkt man sie auf dem Textil.
Deshalb ist nicht nur das Druckverfahren wichtig, sondern auch wie das Motiv aufgebaut ist.
Manchmal kann schon eine kleine Änderung am Motiv viel ausmachen.
Wenn zum Beispiel große geschlossene Flächen aufgelockert werden, fühlt sich das fertige Shirt oft angenehmer an.
Und was hält länger?
Beide Verfahren können sehr haltbar sein, wenn sie richtig verarbeitet werden.
Wichtig sind unter anderem:
- das richtige Material
- die richtige Temperatur
- der richtige Pressdruck
- die richtige Presszeit
- die Qualität von Folie oder Transfer
- die spätere Pflege
Es wäre deshalb falsch zu sagen:
„DTF hält immer länger“
oder
„Flex ist grundsätzlich haltbarer“
So einfach ist es nicht.
Bei beiden Verfahren kann das Ergebnis sehr gut sein, wenn alles zusammenpasst.
Was ist besser für Arbeitskleidung?
Auch hier gibt es keine pauschale Antwort.
Bei einem mehrfarbigen Firmenlogo ist DTF oft ideal.
Bei einem einfachen weißen Schriftzug kann Flex genauso sinnvoll sein.
Und bei sehr stark beanspruchter Arbeitskleidung schauen wir uns zusätzlich das Material an.
Eine Softshelljacke verhält sich anders als ein Baumwollshirt.
Genau deshalb bedrucken wir nicht einfach jedes Textil nach Schema F.
Was ist günstiger?
Das hängt vom Motiv und der Menge ab.
Bei einem einfachen einfarbigen Schriftzug kann Flex sehr wirtschaftlich sein.
Bei einem mehrfarbigen Logo wäre Flex dagegen deutlich aufwendiger, weil jede Farbe einzeln vorbereitet und verarbeitet werden müsste.
Da ist DTF häufig die einfachere und sinnvollere Lösung.
Bei kleinen Stückzahlen spielt DTF seine Stärke besonders aus.
Am Ende schauen wir aber immer auf das ganze Projekt:
Motiv, Textil, Stückzahl, Druckposition und spätere Nutzung.
Denn das beste Druckverfahren ist nicht das modernste.
Es ist das, das zu deinem Projekt passt.
Häufige Fragen
Kann man DTF und Flex auf demselben Textil kombinieren?
Ja, grundsätzlich ist das möglich. Ob es sinnvoll ist, hängt vom Motiv und vom Textil ab.
Ist Flexdruck nur einfarbig möglich?
Nein. Mehrere Farben sind möglich, aber jede Farbe muss einzeln vorbereitet und verarbeitet werden. Deshalb kann es bei komplexeren Motiven schnell aufwendiger werden.
Kann DTF auf dunkle Textilien?
Ja. Durch die weiße Unterlegung können Motive auch auf schwarzen oder dunklen Textilien kräftig dargestellt werden.
Was würdet ihr bei einem Firmenlogo empfehlen?
Wenn es mehrfarbig oder detailliert ist, meistens DTF. Bei einem sehr einfachen einfarbigen Logo kann Flex genauso gut passen.
Passend dazu
Wenn du noch tiefer einsteigen möchtest:
Und wenn du unsicher bist, welches Verfahren für dein Motiv sinnvoll ist, schick es uns einfach. Dann sagen wir dir, was wir dafür nehmen würden.
Unsicher, welches Verfahren passt?
Schick uns einfach dein Motiv – wir sagen dir, was wir dafür nehmen würden.
